Die Eröffnung – ein rauschendes Fest

Wir alle kennen das: bei Freunden steigt eine Party und es dauert nicht lange, da quetschen sich die Gäste in der viel zu kleinen Küche. Die Drinks sind kalt und die Ohren glühen vom Soundtrack des Abends, der über allem schwebt und Füße und Hüften im Takt mitwippen lässt. Es wird geredet und gelacht, geraucht, getrunken und vom leckeren Fingerfood genascht. Es ist eng und laut und herrlich rappelvoll, jeder quatscht mit seinem Nebenmann und alle amüsieren sich prächtig. Freunde, Gäste, Unterstützer und Sponsoren des Projektes „Juwelier des Ostens“, drängten sich am Abend des 1. August bei der Eröffnung im Gastraum und werden sich noch lange an diesen grandiosen Abend erinnern, der sich nach dem köstlichen Buffet mit Musik und Tanz draußen auf dem Gehsteig fortsetzte. All jenen, die das versäumt haben, bleibt ein Trost: auf der Finissage am 3. September wird es bestimmt auch wieder hoch hergehen.

„Was ist denn da unten los?“ Viele Nachbarn aus den umliegenden Häusern lehnten sich neugierig aus ihren Fenstern um einen Blick auf das bunte Treiben zu erhaschen, das sich ihnen unten auf dem Fußweg bot. Die Klänge, die ein junger Musiker einer Oud, einer arabischen Laute, entlockte, stiegen über den in angeregte Gespräche vertieften Gästen luftig und leicht in den Abendhimmel. Ein Journalist, der oft aus Homs und Aleppo berichtet hatte, unterhielt sich mit einem syrischen Studenten, der seit zwei Jahren seine Familie nicht mehr gesehen hatte, eine junge Lehrerin, die im letzten Jahr in den Messehallen Deutschunterricht gab und dabei auf bewegende Schicksale von Männern, Frauen und Kindern aus Eritrea, Syrien und Afghanistan stieß, sprach mit einer älteren Frau aus dem Nachbarhaus, der es nicht genügt hatte, aus dem Fenster zuzusehen – und die in den Wirren des Endes des letzten Weltkrieges aus Pommern nach Hamburg gekommen war und hier eine neue Heimat gefunden hatte.

Kinder tollten dazwischen herum und teilten sich süße Leckereien, die sie laut lachend von den Tischen stibitzt hatten. Sie verstanden sich prächtig und es war ihnen offensichtlich ganz egal, ob sie nun aus Hamburg stammten oder aus einem der Flüchtlingsländer.

Später, als im Gastraum die DJ’s arabischen Pop auflegten und die Regler aufdrehten, gab es kein Halten und bis tief in die Nacht wurde getanzt bis die Schuhsohlen qualmten. „Was für eine Party!“ Das war später immer wieder zu hören, als sich die Gäste auf den Heimweg hinaus in die Nacht machten. Ein gelungener Auftakt für ein Projekt, das, da waren sich Lutz Bornhöft und Filomeno Fusco einig, die Herzen der Hamburger berühren würde.